Hochzeit feiern in Zeiten von Corona – Meine Gedanken

 

Als ich mit voller Energie in das Jahr 2020 gestartet bin, wäre es für mich und viele Hochzeitspaare unvorstellbar gewesen, dass eine Pandemie alles auf den Kopf stellt. Mittlerweile habe ich sieben Hochzeiten und vier Events verschoben. Aber wie wurden diese Entscheidungen getroffen? Ich möchte euch einen Einblick in verschiedene Überlegungen geben.

Das Schwierige in der aktuellen Situation ist, eine persönliche Entscheidung zu treffen und das ohne Planungssicherheit. Normalerweise kennt man alle Rahmenbedingungen einer Hochzeit und die dazugehörigen Parameter. Doch im Moment weiß niemand, was in eins, zwei oder sechs Monaten passiert. Allein die Reglungen für Veranstaltungen sind in jedem Bundesland sehr unterschiedlich. Hier könnte ihr diese nachlesen. Niemand kann sagen, wie lange die Pandemie andauert, ob eine zweite Welle kommt oder wann es einen Impfstoff geben wird. Aus meiner Sicht gibt es keine einfache Lösung für den Umgang mit Hochzeiten. Für mich ist es, als würde man ein Schiff bei dichtem Nebel ohne Navigation steuern und den Kurs je nach „Witterungsbedingungen“ von Tag zu Tag anpassen. Was bedeutet dies für Hochzeiten?

Ich möchte euch einen Überblick von Kriterien geben, anhand welcher ihr entscheiden könnt, wie ihr mit eurer Hochzeitsplanung in diesem oder kommenden Jahr umgehen könntet. Dies ist sehr individuell und ihr solltet euch überlegen, was für euch die beste Lösung ist. Es gibt kein richtig oder falsch – sondern nur, wie eure Vorstellung von eurer Hochzeit trotz der aktuellen Situation, verwirklicht werden kann.

Ihr habt eure Hochzeit im Jahr 2020 geplant?

Folgende Möglichkeiten gibt es:

  • Verschiebung eurer Hochzeit
  • Stornierung eurer Hochzeit
  • Hochzeitsfeier im kleineren Kreis
  • Zweiteilung eurer Hochzeitsfeier z.B. standesamtliche Hochzeit im Jahr 2020 & kirchliche oder freie Trauung im Jahr 2021
  • Erst mal abwarten

Welche Kriterien spielen bei eurer Entscheidung eine Rolle?

Ihr solltet Euch folgende Fragen beantworten:

  • Unter welchen Umständen seid ihr bereit Eure Hochzeit zu feiern?
  • Könnt ihr euch vorstellen eure Hochzeit im kleineren Kreis zu feiern? Mit 20 bis 30 Gästen? …dies ist sogar im Trend. Micro Weddings, Small Weddings oder auch Tiny Weddings sind ein Trend aus den USA, sowie aus Australien. Die Hochzeitsfeier findet im engsten Familien- und Freundeskreis statt. Die positiven Nebeneffekte sind natürlich auch, dass man mehr Zeit für seine Liebsten hat, eine kleine Hochzeit einfacher zu planen ist und das man vielleicht mehr Budget für Deko, eine Band  – die Dinge, welche einem wichtig sind zur Verfügung hat.
  • Oder habt ihr euch schon immer eine große Feier gewünscht? Dann solltet ihr vielleicht euren Hochzeitstermin verschieben.
  • Denkt ihr über eine Stornierung nach? Bedenkt, dass hier vielleicht Stornierungskosten auf euch zukommen können.
  • Ihr plant im Spätsommer, Herbst oder Winter 2020 zu heiraten? Und ihr seht es entspannt ob eure Hochzeit stattfinden kann bzw. habt starke Nerven? Dann kann man natürlich auch erst mal abwarten. Wenn eure Vorfreude total getrübt ist, solltet ihr die anderen Varianten in Betracht ziehen.
  • Welche Einschränkungen (z.B. Hygienekonzept, Mindestabstand 1,5 m, Maskenpflicht, Menüabfolge, 5qm Fläche pro anwesende Person, etc.) sind für euch in Ordnung? Kann eure Location diese Regulierungen ggf. umsetzen? Die Regulierungen sind sehr unterschiedlich von Bundesland zu Bundesland – siehe oben.
  • Würden eure Gäste und Familien dies auch so sehen? Oder sagen euch vielleicht auch ein paar Gäste aus Angst vor Ansteckung ab? Wäre dies für euch in Ordnung?

Sprecht mit euren Dienstleistern

Laut statistischem Bundesamt gab es 416.340 Eheschließungen im Jahr 2019 in Deutschland. Die Experten des Hochzeitplaza gehen von Umsatzeinbußen von ca. 840 Millionen Euro für Locations, Fotografen, Trauredner und weitere Hochzeitsdienstleister in den ersten drei Corona-Monaten aus.

Für jeden Dienstleister ist die Situation auch eine (finanzielle) Herausforderung. Sprecht mit euren Dienstleistern, wie diese mit der aktuellen Situation umgehen. Denkt vielleicht auch „OutOfTheBox“ und verlegt vielleicht eurer Hochzeitdatum in die Woche, an einem Freitag oder Sonntag. Ihr könnt bei vielen Dienstleistern eure Hochzeit kostenfrei ins kommende Jahr umbuchen, wenn Ihr einen Tag außerhalb des Samstages wählt oder Euren Hochzeitstermin in die Nebensaison (Oktober oder April) legt.

Ich hoffe ich konnte euch mit meiner Sicht auf die Dinge etwas weiterhelfen. Eine Hochzeit zu feiern ist in guten Zeiten sicherlich einfacher, als in der aktuellen Zeit – doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Die gute Nachricht ist: Egal wie Ihr Euch entscheidet, Eure (Hoch-)Zeit wird kommen.

Wenn ihr eine Frage habt – ruft mich gerne einfach an oder schreibt mir Euer Feedback an mail@amelieweddings.de.